„Schneeweißchen und Rosenrot“ in Villach

Endlich wieder Frühling! Bäume und Wiesen, eben noch kahl und braun, zeigen sich über Nacht in neuen, bunten Kleidern. Der Zauber der Verwandlung ist ja eines der ganz großen Themen in der Natur, aber auch im Märchen: Ein Bär verletzt seinen Pelz, darunter schimmert Gold – ein verwunschener Prinz in Bärengestalt. .

Eines Abends, als sie so vertraulich beisammensaßen, klopfte jemand an die Türe, als wollte er eingelassen sein. Die Mutter sprach: Geschwind, Rosenrot, mach auf, es wird ein Wanderer sein, der Obdach sucht. Rosenrot ging und schob den Riegel weg und dachte, es wäre ein armer Mann, aber der war es nicht, es war ein Bär, der seinen dicken schwarzen Kopf zur Türe hereinstreckte … Schneeweißchen und Rosenrot (1)

Und wie das Märchen nun weitergeht, das wollen wir uns gemeinsam ansehen.

Wo: Festsaal, Waldorfschule und -kindergarten, Mühlenweg 29, 9500 Villach
Wann: Mittwoch, 16. Mai 2018, 16 Uhr

Karten bestellen Sie am besten über www.maerchenbuehne.info

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Filmtipp: „Kindheit“ im Kino

Am 4. Mai startet der Dokumentarfilm „Kindheit“ der norwegischen Regisseurin Margareth Olin in den österreichischen Kinos. „Die Kindheit muss beschützt werden“, ist eine der Aussagen des Filmes.

KINDHEIT

Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Mit allem, was der Wald hergibt, werden Fantasiefiguren gebaut, Steckenpferde geschnitzt, ganze Küchen eingerichtet. Sie haben keine andere Aufgabe, als zu spielen – mit den anderen und mit der Natur

Die Kinder vor Margreth Olins Kamera sind zwischen einem und sieben Jahren alt. Sie spielen, basteln, feiern Geburtstag, tragen ihre Konflikte aus – immer liebevoll begleitet von den Erzieherinnen und Erziehern, die eben gerade nicht erziehen, sondern den Kindern stattdessen erlauben, sich zu entfalten. KINDHEIT dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen. (http://kindheitderfilm.de)